Karte von Sri Lanka

Geschichte

Die Geschichte Sri Lankas geht weit zurück in die Vorzeit. Funde aus der Frühzeit deuten darauf hin, dass die Insel bereits vor 500.000 Jahren besiedelt war. Der Legende nach betrat mit dem nordindischen Prinzen Vijaya der Urvater der Singhalesen zusammen mit 700 Gefolgsleuten um 540 v.Chr. die Insel. Ihm folgten 180 Generationen ceylonesische Könige, die das Land mehr als 2.000 Jahre lang regierten. Baukunst und bildende Künste enwickelten sich in der Blütezeit des Buddhismus zu einem Höhepunkt. Aus dieser Zeit stammen viele der heute noch zu besichtigenden Dagobas und Ruinen. 1592 wird Kandy zur neuen Hauptstadt erklärt.

Zeit der Kolonialmächte

tl_files/sri_lanka/galle.jpg1505 beginnt mit der Ankunft der Portugiesen eine 450-jährige Zeit der Kolonialmächte. Die kleine Seefahrernation vertreibt die arabischen Händler von den Küstenregionen und beherrscht somit den Handel mit Zimt und Edelsteinen. Mit harter Hand verbreiten sie das Christentum, christliche Missionare bauen Schulen, Krankenhäuser und Kirchen.

1658 besiegen nach blutigen Kämpfen die Holländer die Portugiesen und übernehmen die Vorherrschaft auf der Insel. Diese sind weniger an der christlichen Missionierung als an ökonomischem Erfolg interessiert. Die VOC – die Niederländische Ostindien Kompanie – beherrscht das Handelsmonopol mit Zimt und kontrolliert fortan die Küstengebiete.

1796 vertreiben die Engländer ihre Vorgänger relativ unblutig und machen das damalige Ceylon 1802 zur britischen Kronkolonie. Im Hochland bauen Sie Kaffee an, welcher jedoch durch die Kaffee-Pest zerstört und durch die robusteren Teeplantagen ersetzt wird. Durch den Bau von Straßen, Eisenbahnlinien und Schulen tragen sie erheblich zu einer besseren Infrastruktur und Bildung der Bevölkerung bei.

Jüngste Geschichte

1948 wird die Insel unabhängiges Mitglied des Britischen Commonwealth und beendet 450 Jahre Fremdherrschaft.

tl_files/sri_lanka/modern.jpgAm 22. Mai 1972 wird Ceylon eine Republik mit dem Namen Sri Lanka was soviel wie schönes, leuchtendes Land bedeutet.

Am 26.12.2004 wird Sri Lanka von einer verheerenden Naturkatastrophe heimgesucht. Ein Seebeben im Indischen Ozean löst einen Tsunami  aus und verwüstet große Teile der Ost- und Südküste sowie der Westküste südlich von Colombo.

Am 17.11.2005 finden Präsidentschaftswahlen statt, aus der der als Nationalist bekannte Mahinda Rajapakse als Sieger hervorgeht. Er beendet am 16. Mai 2009 den schon seit langem herrschenden Bürgerkrieg zwischen tamilischen Terroristen und der Zentralregierung von Sri Lanka.

2011 wurde der 1. Teil des Highways eröffnet mit einer Distanz von 95,3km (Colombo-Galle), 2013 wurde die Verbindung Bandaranaike International Airport eröffnet.

Am 08.01.2015 wird Maithripala Sirisena bei vorgezogenen Präsidentenwahlen als exekutiver Präsident (gleichzeitig Staats- und Regierungschef) für 6 Jahre direkt gewählt. Er kündigt eine Aussöhnung und Zusammenarbeit mit allen politischen Parteien und Gemeinschaften an.