Ayurvedische Behandlung von körperlichen Beschwerden

Ayurvedische Behandlung von chronischen Beschwerden

Burnout

Wer kennt das nicht ? Täglicher Termindruck, ständige Erreichbarkeit per Email, Mobiltelefon und andere elektronische Medien, Dutzende Telefonate, Meetings, die Vorbereitung der nächsten Dienstreise, und zu Hause möchte man sich dann noch mit ganzem Herzen der Familie und deren Bedürfnissen widmen. Dies ist keine Beschreibung eines Tages im Leben eines Spitzenmanagers, sondern allzu häufig ganz normaler Alltag. Kein Wunder, wenn immer mehr Menschen über Stresssymptome klagen – dem so genannten Burnout.

Die häufigsten Merkmale des Burnout sind körperliche und emotionale Erschöpfung, anhaltende Leistungs- und Antriebsschwäche, Konzentrationsschwäche, das Nichtbeachten der eigenen Bedürfnisse, Stimmungsschwankungen sowie der Verlust der Fähigkeit, sich grundlegend zu erholen.

Zunächst ist der Zustand von Erschöpfung eine völlig normale Reaktion unseres Körpers und Geistes. Allzu häufig allerdings werden die ersten Warnsignale jedoch übergangen und die Betroffenen treiben Raubbau mit ihrem Körper und ihrer Psyche. Chronisch schwächt dieser Zustand dann das Immun- und Gefäßsystem und es kommt nicht selten zum totalen Zusammenbruch. Die Batterie lässt sich trotz erholsamer Aktivitäten nicht wieder aufladen, man fühlt sich ständig kraftlos, schlapp, gereizt und überbelastet.

Aus ayurvedischer Sicht steht die Bezeichnung „Burnout“ für ein Krankheitsbild, bei dem das Lebensfeuers Agni erlischt und die daraus resultierenden Mangelerscheinungen auf der energetischen und substanziellen Ebene zu tief liegenden Störungen des körperlichen und psychischen Wohlbefindens führen. Das Wort „Stress“ kannte man im Ayurveda vor 5.000 Jahren zwar noch nicht, wohl aber die Symptome:

  • Nervosität
  • Schwäche
  • Trockenheit und Rauheit der Gewebe
  • Schwerer Atem
  • Herzklopfen
  • Druck oder Schmerzen im Brustraum
  • Zittern
  • Geräuschempfindlichkeit
  • Müdigkeit
  • Interesselosigkeit
  • Depressionen

Ayurveda bietet äußerst effektive Behandlungsmöglichkeiten, mit seinem ganzheitlichen Ansatz diesen Symptomen entgegen zu wirken. „Burnout“ besteht ja nicht aus einem einzigen Symptom, gegen das man mit einer einzigen speziellen Therapie vorgeht. Vielmehr betrachtet Ayurveda den ganzen Menschen, sein Denken, Fühlen und seinen körperlichen Zustand.

Eine Ayurveda-Kur bietet auf vielfältige Weise einen Weg aus der oft ausweglos erscheinenden Situation: Spezielle Massagen, die zur Entspannung und zum Abbau von Stress beitragen, aufbauende Ernährungsempfehlungen und die besonderen Kräuter-Heilmittel, die auf jeden Besucher individuell abgestimmt werden, stellen in Kombination mit begleitenden Entspannungsangeboten ein optimales Behandlungs-Programm für Körper, Geist und Seele dar und bieten den Betroffenen nachhaltige Lösungsmöglichkeiten. Hierbei kommt auch die spirituelle Erholung nicht zu kurz. Eine regelmäßige Schulung des Geistes durch Meditation und Yoga ist einer der entscheidenden Faktoren, um mit Stress und Überlastung auf Dauer besser umzugehen und neue Lebenskräfte und -freude zu finden.

Ayurveda verlangt von den Betroffenen nicht nur passive Hingabe an wohltuende Ölbehandlungen, sondern auch eine gewisse Bewusstseinsarbeit. Gerade Burnout-Betroffene sind letztlich deshalb so gestresst und erschöpft, weil sie zu sehr außengesteuert leben in dem permanenten Versuch, den Erwartungen Dritter gerecht zu werden und einen starken Drang nach Perfektion haben. Durch die tiefe Entspannung, die sie während einer Panchakarma-Kur erleben, wird ihr Kopf frei für andere Bewertungsmuster und neue Ideen. Somit bietet eine Ayurveda-Kur und die damit verbundene Auszeit die Chance, mit sich selbst und seiner Umwelt ins Reine zu kommen und seinem Leben eine neue Richtung zu geben.

mehr

Migräne

Schon in den alten ayurvedischen Schriften wird dieses Thema Migräne ausführlich behandelt. Nach Meinung der alten Weisen wird Migräne durch zu viel schweres und trockenes Essen ausgelöst. Ebenso kann ein Übermaß an schwerer körperlicher Betätigung die starken Schmerzen verursachen. Unzureichender Schlaf, Verdauungsstörungen, Verspannung u. ä. sind ebenfalls Auslöser für Migräne. Heute geht man auch davon aus, dass emotionaler Stress eine Komponente dieses Leidens ist.

Aus ayurvedischer Sicht hat Migräne ihre Ursache in einer Störung der Tridoshas – der Konstitution von Körper und Geist. In der ayurvedischen Heilkunde wird sie als "Ardhavabheda" bezeichnet. Der Behandlungsansatz des Ayurveda unterscheidet sich grundlegend von dem anderer Medizinsysteme.

Die Behandlungen bestehen häufig aus Fermentationen im Stirnbereich, "Nasya" (eine Behandlung durch Nasentropfen), sanften Kopfmassagen, Shirodhara, Takradhara (eine Behandlung mit Buttermilch), Dhurma pana (medizinischer Rauch, der durch die Nase inhaliert wird), Chakra-Massagen, speziellen Fußbädern, sowie entspannenden Körpermassagen. Dazu gehört eine spezielle Diät, besonders auf dieses Leiden ausgerichtete ayurvedische Medikamente, Anleitungen zur Entspannung, Yoga-Übungen wie auch allgemeinen Verhaltenstipps zur Vermeidung von Migräneanfällen.

Physische als auch auf psychische Entspannung, der bevorzugte Verzehr von wasserhaltigen Gemüsesorten, die Vermeidung von scharfen Gewürzen, Kohl, Erdnüssen und Ananas dienen zur Ursachenvermeidung. Weiterhin wird allgemein Migräne-Geplagten empfohlen, direkte Sonne zu meiden.

Ein besonderer Tipp: Wenn Sie den Beginn von Kopfschmerzen empfinden, ziehen Sie beide Ohrläppchen nach unten und gähnen Sie dabei kräftig. Das reduziert den Druck in den Blutgefäßen und verringert den Kopfschmerz.

mehr

Rheuma

In den alten ayurvedischen Schriften findet man für Rheuma den Begriff Ãmavãta, das den Vata-Erkrankungen zugeordnet wird. Die Symptome von Ãmavãta sind extreme Schmerzen im ganzen Körper, vor allem in den Gelenken, Verlust von Geschmack, Durst und Enthusiasmus, Appetitverlust, Schweregefühl, Fieber, Verdauungsstörung und Anschwellen der Gelenke.

Verursacher von Rheuma sind aus ayurvedischer Sicht Ablagerungen von Schadstoffen (Ãma) in den Gelenken, verursacht durch schlechte Verdauung oder schlechten Stoffwechsel. Sammelt sich Ãma in den Gelenken an, erhöht sich auch Vãta. Die daraus resultierenden Infektionen in Muskeln und Gelenken führen zu starken Schmerzen. Im Ayurveda wird das Krankheitsbild so beschrieben: Unverträgliche Nahrungsmittel und Lebensgewohnheiten, Mangel an körperlicher Aktivität oder physische Anstrengung nach Einnahme von fettiger Nahrung wie auch Personen mit schwacher Verdauung entwickeln Ãma.

Rheuma ist eine der Krankheiten, die mit Ayurveda äußerst effektiv behandelt werden können. Die ayurvedische Behandlungsmethode beruht auf einer grundlegenden Reinigung der angesammelten Schadstoffe und der Stärkung des körpereigenen Abwehrsystems. Ayurveda ermöglicht eine heilende und lindernde Behandlung von Rheuma je nach der Art des chronischen Krankheitszustands.

Die ayurvedische Behandlung lässt sich je nach Krankheitsbild in zwei Wege gliedern. Die Schädigung wird behoben durch eine Panchakarma Kur (eine Reinigungsbehandlung des Körpers) kombiniert mit einer speziellen Diät und Ratschlägen für spezielle Verhaltensweisen. Mithilfe von Naturheilmitteln werden die tief eingelagerten Toxine gelöst und ausgeschieden. Unterstützende Behandlungen sind häufig Sauna, Dampfbad und Kräuterbad, Kräuterpackungen oder ayurvedische Pasten sowie ayurvedische Massagen mit verschiedenen Ölen und Kräutern.

Der Erfolg hängt nicht nur von den ayurvedischen Behandlungen und Heilkräutern ab, sondern in großem Maße auch von den Betroffenen selbst. Sie können auf Grundlage der Ratschläge unserer ayurvedischen Ärzte zu speziellen Verhaltensweisen und einer Anpassung Ihrer Lebens- und Essgewohnheiten zusätzlich zur Verbesserung und Linderung der Beschwerden beitragen.

mehr

Schlafstörungen - Nidranasha

Schlafstörungen gehören neben Kopfschmerzen zu den häufigsten Beschwerden in der Bevölkerung. Die Ursachen sind vielfältig, die üblichen Therapien häufig nicht wirklich erfolgreich. Schlaf ist ein aktiver Prozess des Gehirns. Während des Schlafes werden wichtige Aktivitäten, wie die Informationsverarbeitung des Tages durchgeführt. Nachts regeneriert sich der Körper. Er schüttet verjüngende Hormone aus, repariert Zellen und entsorgt Giftstoffe. Schlaf ist ein Grundbedürfnis, dessen Dauer von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein kann. Etwa 25% der Erwachsenen leiden gelegentlich unter Ein- und / oder Durchschlafstörungen (Insomnie), 7% sogar häufig oder ständig.

Aus ayurvedischer Sicht ist Schlaflosigkeit eine Vata Unausgeglichenheit. Vata ist das Prinzip der Bewegung und Aktivität: leicht, aktiv, wechselhaft und schnell. In westlichen Industrienationen tragen Stress, Reizüberflutung und Hektik zusätzlich zu diesem Problem bei. Die Folgen sind Symptome wie Unruhe, Sorgen, Ängstlichkeit, Gedankenkreisel, Kälte, Trockenheit oder Verspannungen. Abschalten fällt schwer. Das sind natürlich keine guten Voraussetzungen zum Schlafen. Falsche Essgewohnheiten, übermäßiges Reden und Denken, Bewegungsmangel und / oder schlechte Schlafgewohnheiten resultieren ebenfalls in Vata-Störungen.

Bei einer Ayurveda-Kur spürt der behandelnde Arzt mittels Pulsdiagnose während eines ausführlichen Gespräches die genauen Ursachen der Schlafstörungen auf und entwirft eine individuelle Behandlungsstrategie. Im Mittelpunkt der Therapie stehen harmonisierende Ölmassagen, Shirodhara, Thakadara, Fussbäder und andere spezielle Anwendungen mit Dosha-spezifischen Kräutern und Ölen. Darüber hinaus wird der Arzt spezielle, auf die Konstitution ausgerichtete Kräuter-Heilmittel verordnen und Empfehlungen für eine Vata-reduzierende Ernährung aussprechen. Yoga und ein umfangreiches Entspannungsprogramm runden die Kur ab. Um gut zu schlafen empfiehlt Ayurveda generell eine gesunde Ernährung, viel Bewegung, regelmäßige Meditation und eine tägliche Routine. Gut schlafen kommt von körperlicher und emotionaler Ausgeglichenheit tagsüber.

Um Vata auszugleichen, empfehlen unsere Ärzte generell:

Meditieren

Eine der wirkungsvollsten Praktiken, den Geist zu beruhigen ist Meditation. Am Besten gleich nach dem Aufstehen und vor dem Abendessen. Die Ruhe begleitet Sie so den ganzen Tag über und wirkt in den Abend hinein.

Beruhigende Öle und Kräuter

Ayurveda verwendet warme, süße und schwere Gerüche, um Vata zu beruhigen. Sandelholz, indisches Pachouli und Vanille beruhigen und können im Zimmer vor dem Schlafengehen verwendet oder einem warmen Bad hinzugefügt werden.

mehr